Flachbettofen

Die spezielle Konstruktion des H.R Heinicke Flachbettofens besteht aus einem Ofenschieber, einer Hauptbrennkammer, der Nachbrennkammer und einer Ausbrennkammer. An diese schließt sich eine Auskühlzone an. Der Ofen wird aus hochwertigen seriengefertigten Schamotten und Isoliermaterialien hergestellt, so dass eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleistet ist. Alle Materialqualitäten werden sorgfältig nach den thermischen und chemischen Beanspruchungen ausgelegt.

Die Auslegung und Materialauswahl basiert auf langjähriger Betriebserfahrung durch die Realisierung von mehr als hundert Einäscherungsöfen, die von Fa. H.R Heinicke gebaut wurden und die erfolgreich betrieben werden.

Die Hauptbrennkammer befindet sich über der Nachbrennkammer, wodurch eine sehr kompakte Bauweise erreicht wird. Diese Bauweise bewirkt wiederum einen guten Wärmeaustausch und damit eine kurze Aufheizzeit und niedrigen Energieverbrauch. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass keine Vorwärmung der Verbrennungsluft erforderlich ist. Dadurch können Anlagenteile kostengünstiger ausgelegt werden bzw. ganz entfallen.

Die Brenner werden nach Möglichkeit mit Erdgas betrieben, es können aber auch alternative Feuerungssysteme (Flüssiggas,Öl, Diesel) eingesetzt werden.

Nach unseren Erfahrungen ist die maximale Leistung der Brenner nur zum Vorheizen eines Ofens erforderlich. Durch die Einäscherung selbst wird dann so viel Wärme frei, dass die Einäscherung ohne zusätzlichen Wärmebedarf verläuft. Lediglich zum Ende einer Einäscherung muss die Temperatur in der Nachbrennkammer wieder auf 850°C eingestellt werden, um die emissionsrechtlichen Anforderungen einzuhalten.

Der Einäscherungsprozess wird durch ein elektronisches Prozessregel- und Leitsystem (SPS) gesteuert. Verschiedene Messungen, wie z. B. Temperaturen und Sauerstoffgehalt in Verbindung mit der Regelung der Verbrennungsluft schaffen immer optimale Bedingungen für den Verbrennungsvorgang.

Im Flachbettofen bleiben Sarg und Leichnam während der Einäscherung in der Hauptbrennkammer liegen. Dadurch wird vergleichsweise nur sehr wenig Staub mit dem Abgasstrom ausgetragen.

Wenn der Einäscherungsvorgang abgeschlossen ist, werden die Reste in die Ausbrennkammer verbracht und später in die Auskühlzone des Ofens.

Die neueste Entwicklung von H.R. Heinicke ist die automatische Sargeinfahrmaschine mit der integrierten Ascheabschiebevorrichtung. Diese Maschine stellt sicher, dass

  • auch Särge mit verschiedenen Formen aufgenommen und schnell in den Ofen eingebracht werden können.
  • Ascherückstände komplett in die Ausbrennkammer verbracht werden, wobei der Vorgang vollautomatisch abläuft und die mechanische Beanspruchung der Hauptbrennkammer gering bleibt.
  • durch das schnelle Abschieben ein Auskühlen des Ofens auf ein Minimum reduziert wird.

Die Konstruktion der Maschine berücksichtigt die zu erwartenden mechanischen und thermischen Beanspruchungen, z. B. Sarggewichte bis 300 kg. Die sicherheitsgerichtete Steuerung ist mit der Ofensteuerung verbunden. Die Maschine besteht aus einer robusten Stahlkonstruktion und befindet sich in einer Grube vor dem Ofen, so dass die Tragarme in der Ruheposition ebenerdig im Boden versenkt sind. Der Einfahrvorgang verläuft wie das Ascheabschieben vollautomatisch.

Die von H.R. Heinicke entwickelte Einfahrmaschine erfüllt im täglichen Betrieb alle gestellten Erwartungen.